Berichte
Verbietet nur, verbietet ruhig weiter!
- Gedenken an Rudolf Heß auch in Schleswig-Holstein-
Für Sonnabend, den 18. August sollte ursprünglich im bayrischen Wunsiedel eine deutschlandweite Gedenkveranstaltung zum 20. Todestag des Friedensfliegers Rudolf Heß stattfinden. Dieses System ließ jedoch nichts unversucht, um ein öffentliches Gedenken zu verhindern. So wurden neben der Großveranstaltung in Wunsiedel auch mehrere Versammlungen u.a. in München oder in Hamburg kurzerhand verboten. In vielen Städten konnten als Reaktion darauf kurzfristig Versammlungen für Meinungsfreiheit angemeldet werden, die teilweise auch genehmigt wurden. So versammelten sich in Jena gut 500 Nationalisten zu einer friedlichen Demonstration.
Eine Gruppe nationale Aktivisten aus Schleswig-Holstein traf sich am frühen Sonnabend morgen in der Hoffnung an einer Mahnwache zum Gedenken an Rudolf Heß in Hamburg teilnehmen zu können. Diese wurde jedoch kurzfristig vom Oberverwaltungsgericht in Schleswig untersagt. Angemeldete Versammlungen können zwar durch diesen Staat verboten werden, ein Gedenken an einen 46 Jahre inhaftierten Mann, der im Alter von 93 Jahren durch den Britischen Geheimdienst feige ermordet wurde, kann auch der mächtigste Staatsapparat nicht verhindern.
So versammelten sich etwas 30 Nationalisten in der beschaulichen Ortschaft Nützen im Kreis Segeberg. Geordnet in Zweierreihen, mit schwarzen und schwarz-weiß-roten Fahnen, ging es gemeinsam an ein Ehrenmal in der Ortsmitte. Dort wurde vor der Gedenkstätte Aufstellung genommen. In einer Ansprache konnte hervorgehoben werden, warum Rudolf Heß im August 1987 ermordet wurde. Eine Gedenkminute verdeutlichte, daß Heß in unseren Herzen auf ewig unvergessen bleiben wird.
Nach einer knappen halben Stunde ging es zurück zu den Fahrzeugen. Auf der Heimreise konnte beobachtet werden, wie mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei aus Kaltenkirchen Richtung Nützen ausrückten. Doch nicht nur in der politischen Auseinandersetzung ist die nationale Opposition immer einen Schritt voraus und so durften die Ordnungshüter frustriert die Rückfahrt antreten, denn vermeintliche Nazis konnten in Nützen nicht mehr gesichtet werden.






